Sog, es woar nix!

Seinesgleichen geschieht. Der Denker, Karthago und ich: Fußnote zu Rudolf Burgers berittener Polemik gegen Gedenkpolitik.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Wenn ich vom Philosophen Rudolf Burger etwas gelernt habe, dann das erste Gebot des österreichischen Publizisten: "Sei kühl. Werde nicht hysterisch. Bewahre Ruhe. Bleib höflich und ziele zwischen die Augen, aber zittere nicht, Herrgottsakra noch einmal, verdammte Scheiße!" Ich bleibe deshalb auch nach der Publikation von Burgers neuestem Essay, der in Paul Lendvais Europäischer Rundschau erschien, völlig ruhig. Sie sollten meine Hand sehen! Waagrecht im raum wie ein Lineal. Burgers Text "Die Irrtümer der Gedenkpolitik" erschien selbstverständlichnicht nur bei Lendvai, als Vorabdruck im Standard sowie als Meldung in der Nachrichtenagentur APA und in zahlreichen Zeitungen, er wurde und wird weithin glossiert, nicht zuletzt auch hier.

Als Burgers Text herauskam, arbeitete ich gerade an einem kleinen österreichischen Panoptikum. Es sollte mit einer Reminiszenz an den Auftritt von Adolf Hitler in der Staatsoper vor mehr als einem Jahr beginnen. Der Schauspieler Hubert "Hubsi" Kramar


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