Fernsehen: Kastl bleibt Kastl

Web-TV Fernsehen im Internet boomt. Was aber sollen die bewegten Bilder im Netz können, und wie viel hat das noch mit richtigem Fernsehen zu tun? Die Anbieter suchenmit den unterschiedlichsten Strategien Antworten in diesem jungen Medium.

Medien | Thomas Prlic | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Die Fans von "Taxi Orange" haben es gut. Wenn die tägliche Fernsehzusammenfassung der Ereignisse im Kutscherhof schon lange vorbei ist, können sie Killy, Martin und Co. im Internet immer noch beim Abhängen in der Hollywoodschaukel beobachten. Live, und nicht einfach mit den statischen Bildern einer Webcam. Die Freude der User an den flotten Filmchen ist allerdings auch die Sorge der Anbieter. Live-Streaming, wie die Übertragung von Ton oder bewegten Bildern über das Internet genannt wird, ist nämlich äußerst kostspielig. Grund dafür: Im Gegensatz zu Texten oder einfachen Bildern erfordern Streams eine extrem große Bandbreite.

"Ökonomisch ist Fernsehen im Netz völlig verrückt", gerät Franz Manola, Chef der ORF-Netzplattform ORF ON, beim Thema Web-TV in Rage. "Bei 3000 bis 4000 Usern bricht bei ,Taxi Orange' das Netz fast zusammen." Höchstwerte für Web-TV, aber trotzdem Zahlen, die weit unter den gewohnten Zugriffsraten der ORF-Homepage liegen. Die "unfassbare Verschwendung


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