Ein Speicher von Schönheit/Filmmuseum und Filmarchiv: Synergie, die ich meine

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Manchmal lassen sich Reformen nur über Personalentscheidungen in Gang bringen; auch wenn sie längst schon überfällig sind, und vor allem, wenn sie historisch gewachsene Strukturen betreffen. Im konkreten Fall, der Bestellung von Alexander Horwath zum neuen Direktor des Österreichischen Filmmuseums, trifft beides zugleich und in erhöhtem Ausmaße zu.

In den Fünfziger- bzw. Sechzigerjahren, könnte man behaupten, wurde hierzulande sogar die "Filmgeschichte" noch proporzmäßig aufgeteilt. 1955 gründete man das Österreichische Filmarchiv, 1964 das Österreichische Filmmuseum: beide auf Vereinsbasis und damit (trotz Naheverhältnis zur roten bzw. schwarzen Reichshälfte) jedem direkten politischen Zugriff entzogen - mit Ausnahme der für beide Institutionen überlebensnotwendigen Subventionsgelder natürlich.

Genau da beginnen auch die Probleme. Denn die Kulturpolitiker des Landes tun sich zunehmend schwer, den Sinn hinter dieser - vermeintlichen - Doppelstruktur zu erkennen. Die Arbeitsgebiete


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