Upper Austria Down Under

Musik. Drei neue Alben, drei Konzerte: Einmal mehr erweist sich der versatile Instrumentalist und Bandleader Max Nagl als umtriebigster Musiker der heimischen Jazzszene.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Über den real existierenden Ohlsdorfer ist wenig bekannt. Das mag daran liegen, dass er - im Unterschied zu den Figuren des berühmten Wahl-Ohlsdorfers Thomas Bernhard - als eher wortkarg gelten darf. Der aus Ohlsdorf gebürtige Kapellmeistersohn Max Nagl jedenfalls pflegt eine freundliche Maulfaulheit. Seine deutlich oberösterreichisch gefärbten Ansagen bei Konzerten sind von ostentativer Schmucklosigkeit, der musikphilosophische Metadiskurs ist seine Sache nicht.

Dafür kommt Nagl auch nicht in die Verlegenheit mancher Kollegen, die ihre dürren musikalischen Hervorbringungen mit Wortgirlanden schmücken müssen, um wenigstens auf diese Weise Interesse dafür zu wecken. Als Proteus der heimischen Jazzszene hat der vielseitige Musiker (Hauptinstrumente: Sopran-, Alt-, Baritonsaxophon und Klarinetten) eine Unzahl von Projekten initiiert und bislang über zwanzig Alben unter eigenem Namen vorgelegt - alle noch greifbar, wie er beteuert. Verstrich das letzte Jahr untypischerweise ohne eine


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