Oberlehrerattacke

Musik. KRS-One zählt zu den herausragenden Figuren der HipHop-Geschichte. Mit seinem neuen Album "The Sneak Attack" verlässt er sich aber etwas zu sehr auf diesen Ruf.

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Vier Jahre gleichen im schnelllebigen HipHop-Business einer mittleren Ewigkeit. Nur zur Erinnerung: 1997 wirkte der heute so erfolgreiche deutschsprachige Rap noch holprig und ungelenk, und kaum jemand kannte damals eine geniale Rotznase namens Eminem. Auch KRS-Ones letztes Album datiert aus dem Jahr 1997. Als eine der beständigsten Figuren des Genres nahm sich der heute 35-jährige Lawrence Parker die Freiheit einer derart langen Auszeit und beschränkte sich vorübergehend auf die Produktion gelegentlicher Maxis und Compilation-Beiträge sowie auf diverse Kollaborationen, etwa mit dem Drum-'n'-Bass-Esoteriker Goldie ("Digital").

Mit "The Sneak Attack" erschien nun KRS-Ones zehntes Album - ein für HipHop-Verhältnisse einzigartiges Jubiläum. Unter den Vorgängeralben, die der wortgewaltige Rapper anfangs als Boogie Down Productions und später unter seinem eigenen Namen veröffentlichte, befinden sich gleich mehrere Schlüsselwerke des HipHop: BDPs epochales Debüt "Criminal Minded"


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