Asian Dub Chicken

Kulturtheorie. Die britische Kulturtheoretikerin Rupa Huq ist zu Gast bei "du bist die welt" im Künstlerhaus. Der "Falter" sprach mit ihr über "Asian Underground" und andere Phänomene der Pop-Globalisierung.

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Den karibischen Migranten der Sechzigerjahre hat die britische Popkultur einiges zu verdanken. Der genuine Sound Jamaikas (Ska, Reggae und Dub) zählt bis heute zu den einflussreichsten Genres der Popmusik, und auch das urbane Phänomen mobiler Soundsystems wurde von Jamaika aus lautstark in alle Welt transferiert. Durch das Zusammentreffen von Reggae und Punk und die damit einhergehende Interessenfusion unterschiedlicher sozial stigmatisierter Gruppen war die black community Englands in der zweiten Hälfte der Siebziger auch entscheidend an einigen der interessantesten Momente revoltierender Jugendkultur beteiligt.

Diese Ära und das Wechselspiel zwischen "schwarzer" und "weißer" Kultur lässt sich auf Platten von The Clash, Slits oder Public Image Limited ganz wunderbar nachhören. Gleichzeitig wurde die jamaikanische Migrantenkultur in den Siebzigern auch zum Topos kulturwissenschaftlicher Analysen, so etwa in Dick Hebdiges Cultural-Studies-Standardwerk "Subculture - The Meaning of Style".


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