"Ich mach ja keine Kunst"

Fotografie. Die Wiener Fotografin Elfie Semotan zeigt im neuen Kameramuseum Westlicht einen Querschnitt ihrer Zusammenarbeit mit dem Modedesigner Helmut Lang. Im Gespräch mit dem "Falter" erklärt sie, warum ihr ästhetische Kontrolle über alles geht und sie wenig von einem geregelten Leben hält.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Too hell", sagt der Wiener Assistent. Und der New Yorker Stylist, der für die Einkleidung der Models zuständig ist, schaut verdutzt. Die Lampen stehen bereit, die Models, eine alte Dame und ein Bub, sind auf der Stiege zum Obergeschoß des von Adolf Loos gestalteten Modegeschäfts Knize in Stellung gegangen. "Leg den Arm um Elisabeth", sagt die Fotografin Elfie Semotan, die hier für das New York Times Magazin einen Beitrag zum Thema Mode und Architektur in Szene setzt. "Wunderbar, wie man die Architektur sieht. Das ist das Bild!", sagt sie und beugt sich, auf einer Staffelei stehend, gefährlich weit über das Treppengeländer.

Mit sechzig Jahren steht Semotan am Zenit ihres Schaffens. Die Grundlagen des Erfolgs schuf sie sich als Werbefotografin. Ihre Fotos für die Unterwäschekette Palmers und die Mineralwasserfirma Römerquelle kennt jeder, die Autorin selbst tritt erst jetzt ins Rampenlicht - nicht zuletzt deshalb, weil der Modedesigner und Semotan-Freund Helmut Lang, mit dem sie


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