"Ihr Blümchensexler!"

Sex. Schlag mich! Kratz mich! Streichle mich! Her mit Zuckerbrot und Peitsche! Die Wiener Sadomaso-Szene in drei Stationen nebst einem höchst erfolgreichen Abstecher in die Werkzeugabteilung eines Baumarktes. Geil!

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Eine Frage kann man sich an all den Orten, die etwas mit sadomasochistischem Sex zu tun haben, getrost sparen: Ist die Frage zu intim? Zu intim? Aber hallo! Let's talk about sex, baby! Let's talk about sado-maso sex!

Auch der Architekt Walter Bauer, 52, Mitbegründer des Dress-code-Lokals lo:sch und seit Jahren zum harten Kern des "Leder- und Motorradclubs Wien" zählend, winkt beim Nachbohren in die so genannte Intimsphäre belustigt ab. "Der allergrößte Teil unseres Publikums kommt natürlich hierher, um Sex zu haben", sagt Gentleman Bauer, der nur einmal, im Zusammenhang mit dem "Sling", einer Art überdimensionaler Schaukel, vom "knallharten Ficken" spricht. Ansonsten sagt Bauer nobel "Rummachen" und "Sex haben".

Noch macht im 1998 gegründeten lo:sch, dem härtesten Schwulenlokal der Stadt, niemand rum. Noch sind die unzähligen Winkel und Nischen in dem düsteren Lokal, das sich explizit als Clublokal mit strikten Kleidervorschriften versteht, unbesetzt. In den zwei finsteren Kellerabteilen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige