20 Jahre "No Future"

Jubiläum. Drei Wiener Anti-Institutionen begehen dieses Jahr ein rundes Jubiläum. Den Anfang macht das Schwarze Cafe, das am 14. Juni sein zwanzigjähriges Bestehen feiert. Das Schönste in Wien ist der Schnellzug nach Berlin.(Blümchenblau)

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Das Jahr 1981 war ein gutes Jahr. Zumindest für die Wiener linke Szene. "Vorher hat es nur die Arena gegeben", erinnert sich Alois "Loisl" Bauer, "ansonsten war in dieser Stadt gar nichts los." Bauer, kurz zuvor aus Berlin zurückgekehrt, gründete mit fünf Genossen das Schwarze Cafe, in der Hoffnung, dadurch ein Fünkchen Berliner Hausbesetzerflair in Wien zu verbreiten. Vorbild war das Cafe Barrikade im Westberliner Wedding. Doch dass "Ösiland" immer schon anders war als das fetzige Berlin, merkten die jungen Anarchos schnell: Während rund um das Barrikade lauter besetzte Häuser standen, war gleich neben dem "Schwarzen" eine Polizeistation. Und im Gegensatz zur Berliner Polizei, die sich nur im Rudel und mit Schlagstöcken in die besetzten Straßenzüge traute, marschierten die Wiener Polizisten gerne zur Ausweiskontrolle ein. Auch intern hatte das "Schwarze" mit Problemen zu kämpfen: "Wenn jemand Geld brauchte, nahm er es sich einfach aus der Lade. Und das Steuernzahlen haben wir


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