Das Leben ist ein Vekks

Szene. Veranstaltungen, die keine sind, ein Club, der keiner sein darf. Ein Verein im 5. Bezirk bewegt sich an der Grenze zwischen öffentlich und privat. Und erklärt das Ganze zur Kunst

Stadtleben | Thomas Prlic | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Der Vekks ist kein normaler Club. Ein propellergetriebener Luftballon versorgt die Gäste mit Getränken, an der Wand steht ein zum Aquarium ohne Fische umfunktionierter Fernseher. Einsame Gemüter können sich aus einem alten Automaten"Wahre Freunde" kaufen: In einer Zigarettenpackung steckt eine Telefonnummer von jemandem, den man auch um drei Uhr früh noch anrufen kann. Im Unterschied zu den hippen Clubs der Stadt ist der Vekks ein wenig schmuddelig, bei Tageslicht herrscht hier die Atmosphäre eines Kellerabteils. Auch abends ist der Vekks kein richtiger Club. Er ist nicht öffentlich und nicht kommerziell.

"Verein zur Erweiterung des kulturellen und künstlerischen Spektrums" bedeuten die fünf Buchstaben des Namens. "Und darum geht es ja auch im Leben", meint Vekks-Mitglied Andreas Lust. "Es geht uns um das Ausloten von Grenzen", ergänzt Georg Stejskal, der vor zwei Jahren den Vekks gegründet hat. Ob diese Grenzen im Verein oder im echten Leben überschritten werden, ist dabei dasselbe.


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