Phettbergs Predigtdienst: Bis zu einem bestimmten Grad

... Ich will die Gnade Gottes nicht entwerten, denn käme die Gerechtigkeit aus dem Gesetz, dann wäre Christus vergebens gestorben. Gal 2, 16.19-21 (2. Lesung am 11. Sonntag im Jahreskreis im Lesejahr C)

Stadtleben | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Wenn abends die Fiaker durch die Wollzeile in die Landstraßer Hauptstraße traben, heim nach St. Marx, müssen sie oft an der Ampel warten, bevor sie über die Ringstraße dürfen. Und da schiffen sie gern, sodass zum Schluss ein Pferdeurinsee verbleibt, durch den die Autos fast aquaplanieren. Und ich, der ich dort so gern sitze, auf dem Bankerl vor der Bushaltestelle auch nach St. Marx, und die städtische Uhr meditiere, wie ihr Zeiger so präzise federt und das nächste Minutenstricherl zur Gänze verdeckt, wenn er landet, denke mir, die bestehende Lache macht ihnen Gusto. Und dann spreizen sie die Beine je nach Temperament und Charakter. Die einen wollen vielleicht kein Aufhebens machen, und andere wieder spreizen sie so ordinär. Und das Nachbarpferd fängt auch gern an, aber da ist zum Spreizen kein Platz mehr, und obwohl sie dahin nicht schauen können, wissen sie jeweils genau, wo die Beine des Nachbarn sind, und treten ihm nicht darauf, sondern spreizen eben jeweils genau so weit,

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