Almost fashionable

Mode. An der Universität für angewandte Kunst will eine neue Generation von Designern dafür sorgen, dass Wien nicht Chicago, sondern London oder Antwerpen wird.

Stadtleben | Klaus Stimeder | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Wien und Mode, das war lange Zeit ein Widerspruch. Bevor der Wiener Mensch von Welt das Universum Designerklamotten für sich entdeckte, musste erst einmal der EU-Beitritt kommen, und selbst danach war die Hürde Kleider Bauer noch immer niedriger und ergo beliebter im Nehmen als Hugo Boss oder Coco Chanel. Obwohl mittlerweile die Planeten Gucci, Prada und DKNY auch an der Donau ihre Bahnen ziehen und bekannte Exporte wie Rudi Gehrnreich (früher) oder Helmut Lang (viel später) das Image Österreichs in der Fashion-World ein wenig aufmöbelten, veränderte sich nicht viel am zweifelhaften Ruf der Stadt als Modewüste. Ein Bewässerungssystem in Form heimischen Designernachwuchses war weit und breit nicht in Sicht.

Doch jetzt soll mit einem Mal alles anders werden: Seit der belgische Stardesigner Raf Jan Simons an der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst die Schere in die Hand genommen hat, tut sich was in der Szene. Obwohl der Maestro nur einmal pro Monat in persona zugegen


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