Populäre Irrtümer

Budget. Horst Friedrich Mayer erklärt uns sein ökonomisches Einmaleins hanebüchen, aber mit genialen Hintergedanken.

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Bis vor wenigen Wochen habe ich mich jedes Mal schlicht geärgert, wenn nach der "Zeit im Bild 1" der auf seriös getrimmte Horst Friedrich Mayer auftauchte und vor dem Logo "Zukunft ohne Schulden" haarsträubende ökonomischen Thesen verkündete. Doch dann das Deja-vu. Den Sonntagszeitungen war unlängst zu entnehmen, dass derselbe HFM sein neues Buch, das "Lexikon der populären Irrtümer Österreichs" vorgestellt hatte. Und mit einem Schlag war mir klar - der Mann verfolgt eine geniale Strategie: Schritt eins, er lässt sich von den ungefragten Steuer- und Gebührenzahlern einen Fernsehspot mit der Verkündung offensichtlicher Irrtümer sponsern. Schritt zwei, er nimmt diese Märchen in die beabsichtigte zweite Auflage seines populären Buches auf.

Dieser Strategie soll ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Vielleicht kann damit ein zweites HFM-Lexikon verhindert werden. Und vielleicht kann mit Argumenten sogar die ärgerliche Irrtumssendung im Fernsehen zum Verschwinden gebracht


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