Fernsehen

Medien | Klaus Nüchtern | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Für Menschen, die in der kommunen Wochenenddepression keine echte Herausforderung mehr erblicken, gab es vergangenen Sonntag ein Spezialprogramm: 20.15 Uhr im ARD, 23.50 Uhr im ORF. Kenner wissen, dass nur vom "Tatort" die Rede sein kann, der diesmal aus Köln kam -eine der allerbesten Adressen (neben Ludwigshafen, München und Berlin). Die Folge hieß lakonisch "Kindstod" - und war auch ganz danach.Die Mörderin der kleinen Nathalie (Milzriss) war dann doch die Mutter gewesen, und natürlich war es wieder der sensible Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) gewesen, der zuvor Zugang zu dem misshandelten Kind gefunden hatte. Kinder Verstehen ist seit geraumer Zeit das ganz große Ding im "Tatort". Vorzugsweise geht es um drogenkranke, verschleppte, misshandelte Kinder, und der/die mit der Lederjacke hat den pädotropen Touch, wendet sich dem jeweiligen Kind zu.In München kämen dafür eigentlich sowohl Franz Leitmayr als auch Ivo Batic infrage, aber das letzte Mal hat Batic den Job übernommen. In Ludwigshafen hat natürlich Lena Odendahl die Lederjacke an (Mario Kopper ist ein Schnürlsamtsakkotyp) und Ballaufs Kollege Freddy Schenkist eindeutig Kurzmantelträger.


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