"Es soll heiß werden"

Architektur. Das MuseumsQuartier wird eröffnet und Architekt Laurids Ortner ist zufrieden mit seinem Werk. Im Interview mit dem "Falter" spricht er sich für ein gelasseneres Nebeneinander von Historischem und Zeitgenössischem aus und erklärt, warum das MuQua noch lange nicht fertig ist.


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Seitdem das Architektenbüro Ortner & Ortner den zweistufigen Wettbewerb für das MuseumsQuartier gewonnen hat und 1990 mit dem Bau beauftragt wurde, ist viel Wasser die Donau hinuntergeflossen und viel Aufhebens um Lesetürme, Kubaturen und Fassadenerhaltung gemacht worden. Von der Kronen Zeitung bis zum Bürgermeister versuchten zahlreiche Co-Architekten dem Brüderpaar Laurids und Manfred Ortner gute Ratschläge zu erteilen. Erst 1997 wurde - nach positivem Bescheid des Denkmalamtes - die Baubewilligung erteilt. Gegenüber dem prämierten Entwurf hatte sich in der Zwischenzeit freilich fast alles geändert: Der heiß umfehdete Leseturm war verschwunden, dafür die Sammlung Leopold im gleichnamigen Museum untergebracht worden - an der Stelle, an der ursprünglich das Museum moderner Kunst geplant gewesen war. Das rückte nun an den für die Kunsthalle vorgesehenen Standort, die ihrerseits in einem Anbau auf der Rückseite der Winterreitschule unterkam.

Falter: Wie sind die ersten Reaktionen

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