White Heat, White Noise

Film. Vor dem Hintergrund einer Mordserie erzählt Spike Lees "Summer of Sam" New Yorker Alltagsgeschichte aus der Zeit, als Punk und Disco noch unversöhnlich waren.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

"In 1977 I wish I'd go to heaven" - The Clash: "1977" Summer of Sam" ist ein typischer Sommerfilm; allerdings nicht im Sinn jener Blockbuster, die gerade noch imstande sind, unsere saisonal bedingte Ausgehfreude ins Kino umzuleiten. Vielmehr zählt die Regiearbeit von Spike Lee, die bereits 1999 in den USA gefloppt ist, zu jenen kleineren Filmen, die von den Verleihern verheizt werden - in Hitzezeiten, zu denen der routinemäßige Kinobesuch zurückgeht, und im Schatten von Mega-Produktionen, gegen die sie keine Chance haben. Nicht nur deshalb sollte man diesem Film eine geben.

"Summer of Sam" trägt die passende Jahreszeit im Titel und spielt sogar während einer Hitzewelle. Das wird noch niemanden heiß machen; mehr Aufmerksamkeit würde wohl das Etikett "Serienmörder-Film" versprechen. Immerhin meint der Titel jenen heißen New Yorker Sommer 1977, in dem David Berkowitz, der sich "Son of Sam" nannte, Nacht für Nacht loszog, um Leute zu erschießen, vorzugsweise Pärchen in geparkten


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