Jäger und Sampler

Musik. Der Mann lässt sich gerne Zeit: Mit Ende dreißig veröffentlichte Curd Duca seine erste Solo-CD, mit 46 entdeckt der entspannte Elektronik-Tüftler nun die Freuden des Live-Spielens.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Verweigerung muss nicht bockig sein. "Wenn alle klicken, muss ich nicht auch noch mitklicken", sagt Curd Duca zum Beispiel über den aktuellen Sound-Trend in der Elektronik-Szene. Aber wie er das sagt, klingt es nicht nach Renitenz, sondern nach unverkrampftem Einzelgängertum. Betrachtet man den bisherigen Lebensweg und musikalischen Werdegang des schamlos frisch aussehenden 46-Jährigen, dann dürfte diese Deutung durchaus etwas für sich haben.

So studierte Duca in Graz zwar bis zum bitteren Ende Architektur, hat danach jedoch nie in dem Beruf gearbeitet. Stattdessen zog es ihn in die Musikszene, wo er in den Achtzigern bei den Bands Auch wenn es seltsam klingen mag und 8 oder 9 mitwirkte: "Das waren performanceorientierte Gruppen zwischen Avantgarde und Volksmusik, mit meinen heutigen Sachen nicht vergleichbar. Wir haben ständig die Instrumente gewechselt; ich habe Akkordeon, Schlagzeug und Gitarre gespielt."

Als dann Ende der Achtziger HipHop breiter rezipiert wurde und Techno aufkam,


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