Geliebter Schweißgeruch

Literatur. Am 25. Juni wäre Ingeborg Bachmann 75 Jahre alt geworden. Und Neuerscheinungen finden immer noch genug Stoff, sich am Werk und der Biografie der Dichterin abzuarbeiten.

Kultur | Wendelin Schmidt-Dengler | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Der Nachwelt hat Ingeborg Bachmann (1926-1973) einiges aufgegeben: 1976, 1978, 1983, 1986, 1993, 1996, 1998 und 2001 ließen sich als Bachmann-Jahre deklarieren, und auch heuer wird mit einer Reihe von Veröffentlichungen aufgewartet: Reclam kündigt ein Bändchen mit Interpretationen zur Lyrik an, eine neue Biografie von Joachim Hoell bei dtv hat soeben das Licht der Welt erblickt. Und es gibt zwei Kassetten mit Gedichten aus der Zeit von 1948 bis 1957, von der Dichterin selbst gelesen, zudem eine Aufzeichnung des Hörspiels "Der gute Gott von Manhattan" aus dem Jahre 1958 - beides übrigens mit beschämend geringem editorischem Aufwand besorgt, ohne wie immer geartete Erläuterungen zu den Aufnahmeorten oder -zeiten oder gar zu den Werken selbst.

Doch lohnt es sich hinzuhören: Es sind Stimmen aus einer anderen Zeit, die Stimmen der Autorin selbst wie auch die der Schauspieler; mit einem Schlage sieht man sich dabei um mehr als vierzig Jahre zurückversetzt. So hat man gesprochen, als


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