Jenseits von MuQua

Neues Lokal. Im Augarten, fernab innerstädtischer Kulturschickeria, steht ein schönes Museum mit einem noch schöneren Museumscafe.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Während derzeit die Augen der Wiener Fress-Community auf das MuseumsQuartier gerichtet sind und man gespannt ist, wie all dieSzenegastronomen das spannende und vielseitige Thema "Mozzarella, Kirschtomate und Rucola" interpretieren werden, eröffnete vor einem Monat das "Atelier Augarten"-Cafe vollkommen unbemerkt. Zu Unrecht, denn das, was hier geboten wird, ist die Anreise in den Ausläufer der Leopoldstadt allemal wert: malerisch am Rande des Augartens gelegen, zwei Terrassen mit geschmackvollem Chromstahl-Mobiliar und Interieur in einer schon lange nicht mehr gesehenen Stringenz im Design.

Architektin Susanne Zottl beschränkte sich in ihrem ersten Beisl-Îvre auf die Farben Weiß und Creme, ersann erfrischende Details wie kunstlederne Sitzquader, ausklappbare Lampen bzw. Gläserpulte, einen voll verglasten Bar-Ausläufer und spektakuläre Leuchtkörper. Kalifornische Avantgarde der Fünfzigerjahre vermeint man zu spüren, dazu der Ausblick in die Krone einer monströsen Platane und

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