Lady in Red auf der Insel

Veranstaltung. Drei Millionen Menschen werden dieses Jahr zum Donauinselfest erwartet. Hinter den Kulissen sorgt eine Frau für den reibungslosen Ablauf des Megaevents: Anita Hager

Klaus Stimeder | Stadtleben | aus FALTER 25/01 vom 20.06.2001

Der Parkplatz im Schatten der Floridsdorfer Brücke ist gerammelt voll: Eingebettet in ein Meer von roten Containern, mobilen Toiletten und zahllosen Lastwägen, steht einsam ein Würstelstand herum. Die Verpflegungsstation auf Rädern ist der zentrale Anlaufpunkt für alle, die mit dem - was die Gästezahlen betrifft - größten Event zu tun haben, das Wien alljährlich zu bieten hat. Am 22. Juni startet zum nunmehr 17. Mal das von der Wiener SPÖ ausgerichtete Fest auf der Donauinsel. Geschätzte drei Millionen Menschen werden einmal mehr drei Tage lang das Lieblingsausflugsziel der Skateboarder, Biker und Rollerblader dieser Stadt in den Ausnahmezustand versetzen.

Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Breite, große Männer mit breiten, großen Tätowierungen sitzen auf hölzernen Bänken und besprechen bei einem morgendlichen Krügerl, was in den nächsten Tagen noch alles zu erledigen ist. Mittendrin sitzt unauffällig eine Frau mittleren Alters, die sich in der Gesellschaft sichtlich

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