Fragen an Fellner

Seinesgleichen geschieht. Die Illustrierte "News" behauptete, Robert Hochners "Vermächtnis" zu drucken. Das war eine Lüge.


Armin Thurnher

Vorwort | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Natürlich muss man sich fragen, was das für ein Land ist, das in eine derartige Hysterie ausbricht, wenn ein populärer TV-Moderator stirbt. Was bleibt dem Land noch, wenn große Kanzler, Kardinäle oder Künstler dahinscheiden? Natürlich erleben wir wieder einmal, dass die auf Akklamation gedrillte Aufmerksamkeitsgesellschaft ihre Kriterien und ihr Gefühl für Verhältnismäßigkeit verloren hat. Darüber soll man reden. Von mir aus auch darüber, dass jedes Ereignis samt kritischer Stellungnahme inklusive andersphilosophischem Kommentars naturgemäß Teil dieses Aufmerksamkeitsgetriebes wird.

Man kann aber leicht erklären, warum ausgerechnet Robert Hochners Tod so starke Emotionen freisetzte. Der TV-Anchorman ist, der Name sagts, ein Anker im Leben der Teilnehmer am täglichen Fernsehspiel namens Realität. An ihm hält man sich fest, wenn einen die Ereignisse überfluten. Umso besser, wenn dieser Anchorman ein hervorragender Journalist ist. Noch besser, wenn der Anchorman die Konfrontation

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