Der Kicker-Krach

Ausländische Fussballer. Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer stiftet die Bundesliga zum Gesetzesbruch an.

Vorwort | Klaus Federmair | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Trotz der internationalen Erfolge von Sturm Graz liegt der österreichische Fußball in den Augen fast aller Fußballinteressierten darnieder. Die Regierung fühlt sich daher bemüßigt, an der Spielordnung der Bundesliga herumzubasteln. Mit dem Ergebnis, dass die hiesigen Spitzenklubs wieder einmal zwei Wochen vor Beginn der Meisterschaft ohne Entscheidungsgrundlage für ihre Personalpolitik dastehen.

Schuld an der österreichischen Fußballmisere seien die Ausländer, das beklagen Experten von Teamchef Otto Baric über Spielergewerkschafter Rudolf Novotny bis zu Sportministerin Susanne Riess-Passer. Mit Fremdenfeindlichkeit habe das natürlich nichts zu tun. Denn die guten Ausländer, wie der polnische Tirol-Stürmer Gilewicz, sollen ruhig weiter in Österreich arbeiten. Aber gegen die Flut der mittelprächtigen Ostkicker, die zu Dutzenden von den besten Bundesligaklubs verpflichtet werden, wollen alle etwas unternehmen.

Tirol, Sturm und Co. können dieser Logik allerdings nicht folgen


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