"Schüssel hat Recht"

Grüne. Eine Taxifahrt mit Daniel Cohn-Bendit: Der deutsch-französische Grüne sagt, warum die Globalisierungsgegner "idiotisch" sind, es gut ist, dass die FPÖ in der Regierung sitzt, und welche Länder aus der EU fliegen sollten.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Che Guevara fährt mit. Der Taxifahrer, der Daniel Cohn-Bendit vom Flughafen Schwechat zu der Diskussionüber "Gedächtnis und Restitution" im Kaiserlichen Hofmobiliendepot im 7. Bezirk bringt, hat den lateinamerikanischen Revolutionär auf den linken Unterarm tätowiert. "Des ist für an jeden, der einmal gsessen is, a Symbol für Freiheit", sagt der Taxler: "Bevor ich noch amal zuschlag, warnt mi der Che." Linker sei er aber keiner, "na sicher net". Daher weiß der Taxifahrer auch nicht, dass Cohn-Bendit die Pariser Studentenrevolte von 1968 anführte, sich in der Sponti-Szene der Siebzigerjahre herumtrieb, in den Achtzigern mithalf, die Grünenin Deutschland zu etablieren, und heute für die französischen Grünen im EU-Parlament sitzt.

Falter: Am Wochenende werden beim Kongress des Weltwirtschaftsforums in Salzburg Polizisten und Globalisierungsgegner aneinander geraten. Auf welcher Seite stehen Sie?

Daniel Cohn-Bendit: Auf keiner. Einerseits ist es absolut richtig, dass man gegen diese


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