Keine Freibad-Lektüre

Politische Bücher. Zwei neue Veröffentlichungen von zwei ehemaligen "Falter"-Redakteuren: Patrik Volf zeigt Wege zur Integration von Ausländern auf und Oliver Lehmann, gemeinsam mit der Historikerin Traudl Schmidt, die braunen Flecken der SPÖ im Fall Dr. Heinrich Gross.

Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | Politik | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Studien sind oft lang, langweilig, und beschreiben Probleme in aller Ausführlichkeit zwar - bieten aber keine Lösungen an. Das Buch "Wege zur Integration - Was man gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit tun kann" versucht hingegen, nicht nur zu analysieren, sondern auch Anworten zu geben. Der ehemalige Falter-Redakteur Patrik Volf fasst in der Neuerscheinung aus dem Drava-Verlag zahlreiche Studien über Migranten in Wirtschaft, Medien oder Ausbildung zusammen, macht sie auch für den Laien interessant und lesbar und entwickelt sie zu Strategien gegen Xenophobie weiter.

Beispiel Arbeitsmarkt: Die meisten Migranten arbeiten in Österreich am Bau, in der Textilbranche, im Gastgewerbe oder in Putzkolonnen - also in Billiglohnbranchen. Fast alle sind Arbeiter und überdurchschnittlich stark von Arbeitslosigkeit bedroht. Auch in der zweiten Generation ändert sich an diesem Bild nicht viel. Diese anonymen Fakten werden in dem Buch um reale Beispiele ergänzt: Ein bosnischer Radiologe

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