"Unter dem Kirschbaum"

Bücher & Lesen. Johanna Rachinger, die erste Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek, ist seit 1. Juni im Amt. Mit dem "Falter" sprach sie über ihre ersten Bibliothekserfahrungen, die österreichische Verlagsszene und sommerliche Lektürevorhaben.

Kultur | Klaus Nüchtern und Klaus Taschwer | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Johanna Rachinger kommt einige Minuten verspätet zum Interview. Der Grund: Eine Bewässerungsanlage im Burggarten war auf-, aber nicht mehr zugedreht worden. In der Folge ist Wasser in den Tiefspeicher der Bibliothek gedrungen: Es herrscht "Alarmstufe eins" (Johanna Rachinger). Die Antrittswochen der neuen Direktorin verliefen nicht immer so dramatisch, in jedem Falle aber arbeitsintensiv. Obwohl wenig Zeit für Persönliches bleibt, hat Rachinger in ihrem Büro erste Akzente der Modernisierung gesetzt: Die Ahnengalerie ihrer Vorgänger wurde entfernt und soll demnächst durch das Gemälde eines befreundeten Malers ersetzt werden; die weinrote Samtbespannung des Tisches wurde durch cremefarbenes Kalbsleder ersetzt und auch die schweren, ebenfalls weinroten Vorhänge müssen weichen: "Mehr Licht" scheint das Motto der 41-jährigen Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek zu sein, die das Unternehmen auch gleich einmal durchleuchten hat lassen (siehe auch Kasten).

Falter: Der Wassereinbruch


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