Sand im Plot

Film. In "Lara Croft - Tomb Raider", dem Film zum PC-Spiel, triumphiert Angelina Jolies Körper über eine bedrohliche Vergangenheit.

Kultur | Maya McKechneay | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Schon wieder Ägypten ...", mault Lara Croft, adelige Archäologin und filmstargewordene Computerspielheldin. "Nichts als Pyramiden und Sand!" - "Ich weiß, der kriecht überall hin, in jede Ritze ...", reißt ihr Butler mit scheelem Blick eine Zote.

In diesem Minidialog, einem der dümmsten des Films, sind die Hauptthemen von "Lara Croft - Tomb Raider" schon enthalten: Da ist einmal das Geheimnis der alten Welt, ein Patchwork aus überdimensionierten Säulenhallen, Tempelanlagen oder Gletscherhöhlen; ein bedrohlicher Raum, der mit Gewalt aufgebrochen werden muss, um in einem Aufatmen als "Pyramiden und Sand" enttarnt zu werden. Und da ist zum anderen der betont weibliche, betont moderne Körper, der der Historie ihr Geheimnis entreißt: Grufträuberin Lara (Angelina Jolie) mit zwei Na-wir-wissen-schon unter dem Tank-Top und zwei Schnellfeuerwaffen in den technoiden Oberschenkel-Halftern. Ansonsten funktioniert alles nach dem Rezept älterer "Indiana Jones"- oder neuerer "Mumien"-Action:


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