Ho, ho, Bo-Luc-Lac!

Neues Lokal. Der Erfolg des neuen Vietnam-Restaurants Saigon beweist: Die Leute wollen nicht nur immer Mozzarella und Sushi essen.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Einerseits wäre der Mietvertrag ausgelaufen, erzählt Seng Tarn, und andererseits hätten die Gäste des vietnamesischen Winz-Lokals "Saigon" immer gesagt, dass es da in der Wiedner Hauptstraße zu eng sei. Also übersiedelte man vorigen Dezember an den Brunnenmarkt, wo ein typischer Vorstadt-Chinese umfunktioniert wurde. Das heißt, von Umfunktionieren kann man nicht reden, denn all der gnadenlose Kitsch des Vorgängerlokals wurde nicht nur übernommen, er scheint sogar kultiviert zu werden: Der goldene Buddha, die atemberaubend farbenfrohe Wandbemalung, die Aquarien mit großen, fremdartigen Knick-Fischen, die Arrangements von Bambus-Lauben und Plastik-Weintrauben - so hässlich, dass es schon Kult ist.

Dass man im Saigon zurzeit ohne Reservierung nur schwer einen Tisch bekommt, hat aber wahrscheinlich weniger mit dem Lokaldesign zu tun als viel mehr mit dem fantastischen Essen, das einem hier vorgesetzt wird: südvietnamesische Küche, erklärt die charmante Tuyet Phuong Tarn, sei ganz


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