Eine Frage des Prinzips

Homo-Ehe. Im Rathaus zerbrechen sich Politiker den Kopf über die "Wiener Ehe" und wie es beim Volk ankommt, wenn Schwule und Lesben heiraten. Petra und Barbara ist das egal: Sie wollen sich einfach trauen. Wie ganz normale junge Leute.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 26/01 vom 27.06.2001

Schwere dunkelbraune Einbaumöbel, eine geblümte Couchecke, Spitzenvorhänge. Die mit Efeu umrankten Erdbeeren auf den Plastiksets passen zu den Vorhängen. In den Regalen stehen Nippes und Familienfotos: Barbara bei der Erstkommunion, Barbara als Teenager, Barbara und ihr Clan. Alles sehr solide und ein bisschen altmodisch. Barbara Pitsch ist eher der solide Typ Mensch. Eine fixe Beziehung, Werte wie Ehrlichkeit und Treue, die Familie - das zählt. Nicht zu vergessen die Ehe.

"Ich war schon immer fürs Heiraten. Eine Ehe festigt die Beziehung", meint die 20-Jährige mit dem Lausbuben-Gesicht ernsthaft. Und Barbara weiß auch schon, wen sie heiraten würde, wenn sie das in Österreich endlich dürfte: Freundin Petra Werth, mit der sie seit 17 Monaten die gemütliche Eigentumswohnung im 20. Bezirk teilt. Die zierliche 21-jährige Frau hat schließlich schon im Kindergarten immer davon geredet, dass sie später heiraten möchte: "Aber sicher keinen Mann."

Die beiden Frauen werden sich mit


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