Das unendliche Beginnen

Anne Teresa De Keersmaeker. Eine der erfolgreichsten Choreographinnen der letzten zwanzig Jahre und ihre Company Rosas zeigen den Klassiker "Fase", das formale Meisterstück "Drumming" und die Novität "Rain" - alles zu Musik von Steve Reich.

Extra | Helmut Ploebst | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Erfolg ist ein Faszinosum, das sich von seiner Ursache abzulösen und zur Legende zu verselbstständigen pflegt. Erfolg bedeutet auch nicht unbedingt das immanente Gelingen einer Sache, sondern lediglich ihre großflächige Akzeptanz. Künstlerische oder auch politische Erfolge sagen nur wenig über die Qualitäten der jeweiligen Erfolgsträger aus, und man könnte durchaus sagen: Sobald die Anerkennung zu breit wird, erscheint ihr Ziel verdächtig. Die Belgierin Anne Teresa de Keersmaeker ist seit zwanzig Jahren eine der weltweit erfolgreichsten Choreographinnen. Wie verdächtig ist diese Frau?

Das Faszinosum Keersmaeker entstand vor ziemlich genau zwanzig Jahren, als die junge Künstlerin nach ihrer Zeit in Maurice Bejarts Mudra-Tanzschule nach New York fuhr und sich dort jene Erfahrungen holte, die sie 1982 zu dem legendären Duett "Fase", dem erst zweiten Stück ihrer beginnenden Laufbahn, führen sollten. Es war die passende Arbeit zur richtigen Zeit. Die heute so renommierte belgische


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