Schrei der Welt

Marie Chouinard. Eine alte Bekannte ist wieder auf Wien-Besuch. Im Gepäck hat sie ein neues Gruppenstück und ein ganz neues Solo.

Extra | Helmut Ploebst | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Die frankokanadische Choreographin Marie Chouinard liebt eine opulent-effektvoll inszenierte Bühnenästhetik. Sie hat sich unter anderem mit den Inuit beschäftigt und verbindet ihren Hang zu Mystik oder Mythologie mit einer archaischen Erotik, die sie durch präzise Tanztechniken, elektronische Soundeffekte und verspielte Lichtimaginationen zum Ausdruck bringt. Tanz, meinte die Künstlerin, die bereits zum fünften Mal bei Im Puls Tanz gastiert, einmal in einem Interview, sei eine heilige Kunst und der Körper ein besonderes Material, dessen spirituelle Kraft sie sichtbar machen wolle.

Diesmal präsentiert Chouinard ihr in Kanada mit Begeisterung rezensiertes Stück "Le cri du monde". Vierzig Minuten "zutiefst bewegender Tanz", heißt es in einer Besprechung, "dessen aufrüttelnde Kraft die Beobachtung der Körperarchitektur transzendiert, den Körper nutzt, um die Liebe und das Leiden des Menschseins ,aufzuschreiben'". In einer wild getanzten Hymne auf die Regenerationskraft der Natur


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