Der Tanz ist wie eine Rose

Essay. Droht die Globalisierung des Tanzes? Das vielfältige Programm von Im Puls Tanz zeigt, wie viele verschiedene Tanzsprachen es gibt - und wie sie alle zusammenhängen.

Extra | Diane Shooman | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Der Tanz gilt, wie die Musik, als universelle Sprache. Dennoch werden wir beim Festival Im Puls Tanz ab und an eher kopfkratzend als kopfnickend die Vorstellung verlassen. Denn das diesjährige Festival ist ein Treffen der Tanzsprachpolyglotten: Aus dem expressiven deutschen Tanztheater kommen Reinhild Hoffman, Johann Kresnik und Susanne Linke mit unterschiedlichsten Ansätzen; Letztere mischt ihre Ästhetik auch mit der Bewegungssprache der Jant-Bi-Kompanie aus Senegal; traditionelle Tanzformen aus Afrika und Asien, versehen mit zeitgenössischem Dreh, werden gezeigt; die spannende Konzentriertheit des Buto-Solisten Ko Murobushi steht neben dem hys-terischen Bikinitanz des Amerikaners Mark Tompkins: Was ist an all diesen unterschiedlichen Positionen universell?

Der moderne Tanz ist seinem Wesen nach international, wie auch der Modernismus selber. Der Stammbaum der Impulse, die die Techniken und Stile des modernen und zeitgenössischen Tanzes geprägt haben, hat seine Wurzeln weltweit. Anfangs


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