Was heißt hier jung?

[8:Tension]. Eine neue Programmschiene bei Im Puls Tanz zeigt Arbeiten junger und jüngerer Choreographinnen und Choreographen mit und ohne Videobeteiligung.

Extra | Helmut Ploebst | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Achtung! Eine Frage, bitte: "Was ist ein/e junge Künstler/in (Abk.: JK)?" Sprechen wir, wenn wir die Formulierung JK in den Mund nehmen, von einem Wunderkind, das im zarten Alter von neun bereits den zweiten Teil von "Schwanensee" choreographiert, oder von einem 16-jährigen Supertalent, dessen linkes Bein Ballett tanzt, während das rechte steppt, dessen Torso sich in Buto spannt, dessen Kopf pantomimische Züge annimmt, während der rechte Arm ausdruckstanzt und die linke Hand Gesten aus dem indischen Tanz formuliert? Absurd, sicherlich. Und die Frage nach den Charakteristika eines/r JK im zeitgenössischen Tanz ist damit immer noch nicht beantwortet.

Attention, please! Ein letzter Aufruf. Alle Passagiere, gebucht für den JK-Flug, begeben sich ... genau, wohin nur? Wir wissen natürlich, dass jeder Mensch ein Tänzer ist und dass Choreographie die Organisation von Dingen im Raum bedeutet. Wie aber im Kontext des zeitgenössischen Tanzmarkts mit diesen wertvollen Informationen umgehen?


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