Es knistert bedrohlich

Emio Greco & PC. Das "extremalistische" Duo Greco/Scholten zeigt nochmals das Gold-Stück "Extra Dry" - und seine erste Gruppen-Arbeit "Conjunto di Nero".

Extra | Helmut Ploebst | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Der menschliche Körper könnte ein Buch sein, eine Statue, eine Installation, eine Architektur; er könnte weiters als Projektion, Idee oder Komposition gesehen werden. Wenn dies der Fall ist, darf man wohl sagen, dass der aus Italien stammende Choreograph und Tänzer Emio Greco den darstellenden Körper als Ideensammlung in einem "Buch" nutzt, das wie die räumliche Umsetzung einer Projektion aussieht. Diesem dreidimensionalen "Film" entsteigt eine bewegliche Statue. Am deutlichsten zeigt sich dieses Modell bei Grecos "Conjunto di Nero" - als dunkle Figur im nebelverdichteten, dämmrigen Raum, die wie zur Ankündigung ihres Verschwindens Gesten aus Anna Pawlowas "Sterbendem Schwan" ausführt. Doch die Tänzerin Bertha Bermudez Pascual entsteigt dem "Film" und tritt nach vorn. Licht schießt auf den Nebel, verwandelt ihn in eine undurchdringliche, gleißende Wand. Vor dieser vollzieht Bermudez langsame Bewegungen. Sobald sich unsere Augen an das Licht gewöhnt haben, erkennen wir, als


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