Sonne und Mond im Bambustal

Ko Murobushi & Akemi Takeya. Der Buto-Tänzer Ko Murobushi zeigt ein Solo und studiert während des Festivals Im Puls Tanz mit der in Wien lebenden Japanerin Akemi Takeya deren neue Performance "Black Honey Drops" ein.

Extra | Helmut Ploebst | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Buto ist eine Tanzform, die im Japan der Fünfzigerjahre von Tatsumi Hijikata und dem heute noch lebenden, beinahe hundertjährigen Kazuo Ono entwickelt wurde. Die Buto-Ästhetik sollte dem modernen Japan eine eigene Körperperformance-Sprache geben, in Verbindung zur eigenen Identität und in Abgrenzung zum Westen und seinen künstlerischen Techniken. Ko Murobushi gehört nicht zur ersten Generation, die diesen "Tanz der Finsternis" entwickelten und verbreiteten, aber er ist ein außergewöhnlicher Buto-Tänzer: besonders präzise und radikal reduktivistisch.

Bei Im Puls Tanz wird Murobushi seine neue Arbeit, das Solo "[Edge] 01" uraufführen. Dazu schreibt er: "Tänzer sind in Bewegung. Sie verbringen niemals eine ganze Saison an demselben Ort. Wer sich bewegt, denkt auch. Der Tanz ist eine Reise. Tanzen ist wie Leben - eine Suche an den Grenzen eines Prozesses. Den Platz verlassen. Fortgehen. Von einem transitorischen Ort zum nächsten. Nomadisch." Die Bewegung des Buto-Tänzers kann


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