Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Journalismus und Ethik sind, die letzten Wochen haben es gezeigt, ein heikles Gebiet. Aus Anlass des Todes von Jack Lemmon war dieser Tage auch wieder einmal "Extrablatt" im Fernsehen zu sehen, und es ist zu befürchten, dass Billy Wilders Film das Bild vom Journalisten in der Öffentlichkeit stärker geprägt hat als "Die Unbestechlichen": Jack Lemmon und Walter Matthau haben über Dustin Hoffman und Robert Redford den Sieg davongetragen. Ein Journalist, so meinte die Journalistin, Schriftstellerin und Kafka-Freundin Milena Jesenska einmal, der nicht darauf hoffe, dass das durch ihn beschriebene Elend dadurch auch gelindert werde, sei nichts wert. Gehen wir hier einmal davon aus, dass die heimischen Journalisten nichts dringlicher wünschen, als dass dieses Land noch besser, lebenswerter, menschenfreundlicher werde. Dass zum Beispiel die Erregung über den Fall Omofuma dazu beitrage, dass es zu einem ähnlichen Fall nicht mehr kommen wird.

"Skandal in Stein" titelte der Falter vor drei


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