Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Diese Sache wäre jetzt überstanden. Und auch wenn der schon sehr Reality-Soap-müde Kollege Fastner hier einfach nichts mehr über fade Container-Shows lesen möchte: "Taxi Orange", Teil 2, ist Geschichte, und es ist gut so. Das wurde dem genervten Seher beim Finale noch einmal so richtig klar. Das superspannend inszenierte Voting - nach jedem Bundesland wurden die vier Kandidaten nach Punkten richtig gereiht, damit auch die Blödesten mit Zählen (ein bis vier Punkte) und gleichzeitig Schauen nicht überfordert werden - war eine Zumutung an den Zuseher. Dazu kamen noch zweitklassige Showeinlagen und ein nicht wirklich aufregendes Finale, das der blonde Spaßbold und Favorit Killy aus Salzburg gewann. Höhepunkt der Peinlichkeiten: Der Sieger, bislang eher durch geschickte Selbstinszenierung und müde Scherze aufgefallen, spendete seinen Gewinn (abgesehen von 100.000 Schilling für ein großes Fest) natürlich an arme Kinder - wie einst Vorgänger Max. Blöd nur, dass man ihm den guten Samariter nicht so ganz abgenommen hat und eher überlegt, wie ihn wohl die TXO-Macher liebevoll zum Spenden überredet haben könnten.


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