Kommentar: Mailath-Pokorny: Ein Mann schreibt aus

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Der neue Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) hat eine erste markante Ansage gemacht: "Ab sofort wird alles ausgeschrieben!" Die in nächster oder näherer Zukunft zu besetzenden Leitungspositionen des Theaters in der Josefstadt und des Rabenhof-Theaters, des Historischen Museums der Stadt Wien und des Kindertheaters im MuseumsQuartiers, aber auch in der kleinen Freien Bühne Wieden sollen in Form von öffentlichen Ausschreibungen besetzt werden.

Mailath-Pokorny setzt mit seiner Maßnahme erstaunlich radikal fort, was sein Amtsvorgänger Peter Marboe (ÖVP) mit der Neubesetzung des Schauspielhauses angefangen hat. Nach dem Rückzug von Hans Gratzer hatte Marboe nach ausgedehnter Nachdenkphase die kulturpolitische Chance erkannt, die sich daraus für die Stadt ergab. Mit dem Schauspielhaus wurde eine Art Modell geschaffen, das zukünftig auch für alle anderen Wiener "Privattheater" zur Anwendung kommen sollte: demokratische Ausschreibungsverfahren mit Jury; auf drei Jahre befristete


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