Ohren auf! Global Music

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

In der Sprache global agierender Manager hört sich ja alles gleich viel freundlicher an. Der Musik-Konzern Warner Music International etwa "reagierte" gerade auf "die neuen ökonomischen Erfordernisse auf dem sich stetig verändernden Klassik-Markt" (Chairman Stephen Shrimpton) - und schloss die beiden Plattenfirmen Teldec (Hamburg) und Erato (Paris). Die renommierten Trademarks samt der beeindruckenden Liste an Exklusiv-vertragsinhabern (Nikolaus Harnoncourt, Helene Grimaud u.v.a.) werden ab sofort von London aus verwaltet, was Präsident Marco Bignotti so kommentierte: "Diese neue, flexiblere Klassikabteilung in London wird (...) die Bindung der Künstler an ihre Labels intensivieren. Teldec und Erato bleiben zwei große Namen der klassischen Musikwelt und werden von der Zusammenführung in London profitieren."

Zuletzt freilich hatte vor allem der Major Warner von den Traditionslabels profitiert, durch deren Ansehen, aber auch durch Verkaufserfolge wie dem des Neujahrskonzertes 2001 unter


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