Kubrick am Apparat/Open Air: Wo wer wann Kino macht

Kultur | Maya McKechneay | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Es soll ja Leute geben, die kommen nur wegen der Gastronomie, andere wegen der coolen Fledermausschatten auf der Leinwand und wieder andere, die kommen tatsächlich wegen des Films, zur Not sogar im Nieselregen. Der Freiluftkino-Besuch ist immer ein synästhetisches Erlebnis, ganz besonders, wenn es sich dabei um das Kino unter Sternen (12.7. bis 19.8.) im Wiener Augarten handelt: Die Speisen sind exotisch, die Fledermäuse vor der Kulisse des Flakturms apart, die Filme ausgesucht.

Die heurige Sonderreihe mit dem etwas kryptischen Titel "Moving [AI]" stellt Filme zum Thema Ich-Verlust/Mutationen der Psyche vor. Cronenbergs "eXistenZ" oder David Finchers "Fight Club" legen die Realität als beliebiges Level in einem undurchschaubaren Ganzen bloß. Höhepunkt ist Sam Fullers Thriller "Shock Corridor" (1963): ein Journalist, als vermeintlicher Patient in eine Irrenanstalt eingeschleust, erliegt deren Mechanismen; er begegnet den Hirngewordenen Widersprüchen der US-Identität - einem farbigen


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