Nüchtern betrachtet: Ich tat den Strand

Kultur | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Bisher kannte ich die Münchner Olympiahalle nur vom Hörensagen und -singen. Letzteres bezieht sich auf Georg Ringsgwandl, von dem die schönen Zeilen stammen: "Heute singt der Placido Domingo in der Olympiahaaalle / So ein menschlich feiner Zug, er singt dort für uns aaalle." Nun bringen mich keine zehn Pferde in eine von italienischen Tenören beschallte Olympiahalle. Tenöre gehören nämlich auf Seebühnen, in die Oper oder die Fußgängerzone! In eine Olympiahalle aber soll man entweder Sport oder aber elektrisch verstärkte Musik reintun, die stehend und im Beisein von T-Shirt-Trägern und Pfandbierbechern konsumiert werden will. Zugegeben, T-Shirt und Pfandbierbecher sind eine Allerweltsmischung, die mit Schlapfen und Schlabbershorts ebenso zusammengeht wie mit Todd's und Sommeranzug. Aber. Zum einen wollen wir die aparten 40somethings nicht vergessen, die sich in elegante Sommerkleider geworfen hatten, zum anderen war klar: Für Stil sind an diesem Abend ausschließlich die Herren


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