Krieg der Paraden

Clubszene. Am 7. Juli werden erstmals in Wien zwei verschiedene Straßenparaden gleichzeitig abgehalten. Auf der Love-Parade wird für Friede, Freude, Eierkuchen getanzt. "Free Re:Public" will mit etwas politischeren Inhalten die Straßen beschallen.

Stadtleben | Thomas Prlic | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Gregor Huhsowitz denkt positiv. "Die Free Party war immer gegen etwas. Wir sind für etwas", meint der Organisator der Wiener Love-Parade. "Für Friede, Respekt, Toleranz und Völkerverständigung." Außer in Berlin tanzen die Kids noch in Newcastle, Moskau, Tel Aviv und Kapstadt für den Weltfrieden. "Planet Love" nennen das die Veranstalter. Motto der heurigen Parade: "Join the Love Republic".

"Wenn man zu allem ,Ja' sagt, wird man nie Veränderung herbeiführen können", sagt Tanya Bednar, Sprecherin der Gruppe Volkstanz. Seit Februar vergangenen Jahres demonstriert Volkstanz mit DJ-Musik gegen die Regierung, gegen Rassismus, Sexismus und Sozialabbau. Politik und Party gehören für Bednar zusammen: "Wir übernehmen heuer das, was die Love-Parade verabsäumt", meint Bednar. Gemeinsam mit zahlreichen Wiener Clubveranstaltern und NGOs veranstaltet Volkstanz eine Parallelparade zur Love-Parade - und hat etwas handfestere Forderungen als nur die weltweite Liebe parat: gegen eingeschränkte


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