Sideorders: Im Garten

Stadtleben | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Die Miniermotte hat ihr zerstörerisches Werk noch nicht begonnen, weshalb die Stimmung unterm Kastanienbaum derzeit noch prächtig ist. Das Wetter passt, die Fleischskandale sind vergessen, ohne dass sich irgendwas verbessert hätte, und wer die Badehosenfigur bis jetzt nicht erreicht hat, der kann die Sache mit dem Abnehmen ohnehin auf nächstes Jahr verschieben. Also: Gordon beim Gesang der Amseln, Gspritzter, wenn die Schwalben flirren, Topfenschmarren beim Hummelsummen - einige Beispiele absolut feiner Gastgarten-Locations: Silberwirt, 5., Schlossgasse 21, Tel. 544 49 07, tägl. 12-24 Uhr.

Der Turnaround vom Grindbeisl mit dramatisch schönem Garten in ein Neobeisl mit dramatisch schönem Garten gelang. Küchenmäßig werden hier diverse Experimente durchgespielt, der Garten büßte im Laufe der Modernisierung ein wenig seines morbiden Charmes ein. Macht aber nix.

Renner, 19., Nussdorfer Platz 4, Tel. 378 58 58, Di-Sa 9-2 Uhr.

Traumhafter Biedermeier-Garten in Nussdorfer Hinterhof, Fleischportionen gargantuesken Ausmaßes. Der Renner funktioniert nach eigenen Regeln, wird von den einen kultisch verehrt, von anderen grundsätzlich abgelehnt.

Barbanek, 11., Fuchsröhreng. 13, Tel. 749 21 18, Do-Mo 9-23 Uhr.

Archetypisches Vorstadtgasthaus mit bezauberndem Garten und einer Küche zum Niederknien: Die Innereien-Spezialitäten kommen im Sommer zwar seltener vor, der Rest ist aber ebenfalls nicht zu verachten.

Weidinger, 4., Danhauserg. 3, Tel. 505 56 97, Mo-Fr 11-23 Uhr.

Den Pfad der beislmäßigen Tugend hat man hier zwar schon vor längerer Zeit verlassen (Pfandlpiz-za), Garten, Schnitzel und Budweiser sind sowohl in Kombination als auch als einzelne Zutaten immer noch erstklassig.


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