Schlusch jetzt!

Neues Lokal. Manchmal werden historische Fehler wieder bereinigt. Zum Beispiel jener, den Schlusche in Hietzing zuzusperren.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Ja, doch, Hietzing hat auch seine akzeptablen Seiten. Und der Schlusche war immer eine der wenigen sehr angenehmen Seiten Hietzings, zumindest dann, wenn man nicht Vegetarier war, Eisenbahnen liebte, auf Insektenstiche oder die Skurrilitäten von Gasthausgehern nicht allergisch reagierte und Zeit für ein bisschen Müßiggang übrig hatte. Umso schlimmer traf die Fan-Gemeinde dann vor zwei Jahren die Nachricht, dass der Schlusche zusperrt, der schönste Gastgarten Hietzings dem Verfall oder - noch schlimmer - der ausländischen Spekulation preisgegeben wird. Weltuntergang.

Die Tränen können aber getrocknet werden, denn jetzt gibt es den Schlusche wieder: Der neue Wirt ist jung, kommt aus Rotterdam, heißt Jan Sturrus und arbeitete bis vor kurzem als Masseur in einem Hietzinger Edel-Fitnessclub. Als er von des Schlusches Schließung hörte, wurde ihm aber klar, dass dieses Gasthaus genau das war, was er immer suchte, und nun ist eben er der "Schlusche". Der Name habe einfach so viel Tradition

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