Trottel auf zwei Rädern?

Verkehr. Die Stadt nimmt den Bezirken ihre Radwege-Kompetenz ab und baut das Radwegenetz weiter aus. Die Pedaltreter-Lobby bleibt skeptisch.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Die hundert Menschen suchten dringend einen Parkplatz. Sie hatten ihre Festwochenkarten bestellt, waren pünktlich gekommen, um sie abzuholen - nur einen Abstellplatz für ihr Fahrrad gab es im Wiener Museumsquartier nicht. Denn das neue Kulturviertel bot zwar schon viel Raum für Kultur, Gastronomie und schicke Menschen - auf die schicken Menschen, die mit dem Rad kommen, war das 60.000 Quadratmeter große Gelände aber nicht vorbereitet: In den Barockhöfen keine Spur von Fahrradständern, die Laternenpfähle ungeeignet für Fahrradschlösser. "Beim Volkstheater gibts eh Fahrradständer", wurden die Radler ein paar hundert Meter weitergeschickt. Und ärgerten sich.

Ein paar Wochen später gibt es immerhin auf dem Vorplatz des MQ Fahrradständer. Zumindest ein paar. "Die Abstellplätze für das Gelände sind noch in Planung: Die Architekten überlegen, wohin sie am besten passen würden", erklärt die MQ-Pressesprecherin. "Das ist auch eine Frage der Ästhetik." Ob Ästhetik oder mangelnder


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