Phettbergs Predigtdienst: Hüben wie drüben

... In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte ... Lk 10,1-12.17-20 (Evangelium am 14. Sonntag im Jahreskreis im Lesejahr C)

Stadtleben | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Es ist nicht zu fassen, aber in ihrer grenzenlosen Borniertheit steht die infame Tafel der Bezirksvorstehung Wien, Innere Stadt seit den Tagen der Eröffnung neben dem Hrdlicka-Denkmal gegen Krieg und Faschismus, wo der straßenwaschende Jude mahnt, und niemand beschmiert sie, und niemand "entfernt" sie. Auf dieser Tafel belehrt die Bezirksvorstehung Wien, Innere Stadt die Welt, dass dieses Denkmal, alle, "hüben und drüben", gemahnen will, so was nicht mehr zu machen: "Liebe Mitbürger! Hier stand der Wiener Philipp-Hof bis zum 12. März 1945. An diesem Tag starben durch Spreng- und Brandbomben in dem mit der Zerstörung von Städten in Polen und England ausgelösten allgemeinen und umfassenden Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung Hunderte Menschen, die in den Luftschutzkellern dieses Gebäudes Zuflucht gefunden hatten. Diesen Toten und allen zivilen Opfern der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg hüben und drüben wird ein ehrendes Gedenken bewahrt. Den kompetenten Regierungen

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