Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 27/01 vom 04.07.2001

Wolfgang Philipp ist Fußballtrainer aus Überzeugung. Fußball ist für den U 18-Trainer und Nachwuchsleiter des SV Wienerberger mehr als nur einem Ball hinterher rennen. Philipp holt begabte Buben in seine Mannschaft, die sonst in Österreich keine Chance haben und nicht einmal arbeiten dürfen: junge Asylwerber, z.B. aus Afrika. "Mittlerweile spielen drei in der U 18 und zwei in der U 16", erzählt der 43jährige Trainer, im Zivilberuf Sozialversicherungsangestellter. "Der Verein, das Training, gibt den Buben Halt: den brauchen sie, während sie in einem unsicheren Asylverfahren schweben." Der Verein hilft den jungen Leuten, wenn sie aus der Bundesbetreuung fliegen und sozusagen vor dem Nichts stehen: Mit Geld und Sachspenden. "Wir sind eben die 2. Familie für die Buben", meint Philipp. Er schätzt die Internationalität seiner Kicker. "Aber am Platz sprechen wir Deutsch - sonst gibts Chaos." J.O.


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