Vor 20 Jahren im Falter

... machte nach dem Nestle-Skandal auch eine österreichische Firma traurige Schlagzeilen in Sachen Babymilch.

Vorwort | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

NONO - dieser Markenname eines österreichischen Produkts bedeutet "Baby" auf Arabisch. Ein rundes Baby lächelt zufrieden von der Dose. Der Dosentext verspricht "schnelles Wachstum für Ihr Kind" und preist NONO als "treuen Freund Ihres Kindes". Gemäß der bildlich dargestellten Gebrauchsanweisung zubereitet, verursacht die Milch bei Babys unter sieben Monaten Durchfall, Erbrechen, Austrocknung - und Tod. Nicht bei uns in Österreich - denn NONO, bereits englischarabisch etikettiert, geht ausschließlich als Export in den arabischen Raum. Mit einer Babymilch hat es, trotz des Namens, der Aufmachung und Werbung nichts zu tun: Es ist ein schlichtes Vollmilchpulver. Pulverisierte österreichische Milchüberproduktion.

Zumindest starkes Bauchweh bekamen nun auch die Herren der Firma OEMOLK, die für den gesamten Export österreichischer Molkerei- und Käsereiprodukte verantwortlich zeichnet. Die Ursache: eine Pressekonferenz des Österreichischen Informationsdienstes für Entwicklungspolitik


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