Der Feind in meinem Bett

Intrigen. Dem steirischen SPÖ-Landesrat Günter Dörflinger halten Parteifreunde Villa und Golfschläger vor. Was in der SPÖ der Luxus ist, ist in der ÖVP das Gspusi, in der FPÖ die Gage über 60.000 Schilling und bei den Grünen Peter Pilz. Wie Politiker ihre liebsten Parteifeinde anschwärzen.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Jetset-Landesrat" Günter Dörflinger lebt in einer Villa, die "16 bis 18 Millionen Schilling" wert ist. Finanziert hat er sich den Spaß mit einem "Kredit mit Sonderkonditionen" und Geld aus dubiosen Quellen. Seine Freizeit verbringt er lieber "mit seinen Unternehmerfreunden am Golfplatz als mit einfachen Arbeitern und Angestellten". Das schreibt ein anonymer Parteifeind in drei "Mitteilungen", die derzeit in der steirischen SPÖ und in den lokalen Zeitungsredaktionen kursieren.

"Ich wohne sehr, sehr schön", gibt Dörflinger zu, "aber 16 Millionen ist mein Haus leider nicht wert. Finanziert haben wir uns das mit einem Bausparkredit." Und auf dem Golfplatz war er heuer erst ein Mal. Warum sich der Anonymus trotzdem die Mühe gemacht hat, im Grundbuch zu recherchieren und Schauergeschichten zu erfinden? Dörflinger will SP-Landesparteichef werden.

Ein erfahrener Kollege riet dem Landesrat mit Ambitionen: "Reg dich nicht auf, dafür bekommst du in der Politik Schmerzensgeld." Günter Dörflinger


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