"Schreibn S', wir ham g'lacht"

Gespräch. FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler über die "Veredelung des Menschen", "Adolf Josef Hitler Stalin", Saddam Hussein, seine Probleme mit Eltern in Sexualfragen und den von Zuhältern angeketteten Innenminister.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

In seinem neuen Büro stapeln sich immer noch ein Dutzend Umzugskartons. Seit vergangener Woche berät Ewald Stadler, einst FPÖ-Klubobmann und bis vor kurzem noch Landesrat in Niederösterreich, Bürger, die mit der Bürokratie in Konflikt gekommen sind. "Es sind so viele", stöhnt Stadler, "dass ich noch nicht einmal zum Auspacken gekommen bin." Immerhin: Zwei Dinge hat Stadler, der im Zuge der Spitzelaffäre unter Beschuss geraten war, in seinen Räumlichkeiten in der Singerstraße schon über seinem Schreibtisch anbringen lassen. Ein Kreuz und ein Wolf-Martin-Gedicht hinter Glas, in dem sich der Krone-Dichter einen Reim auf Stadlers Frömmigkeit gemacht hat.

Falter: Herr Volksanwalt, bei der Sonnwendfeier der Österreichischen Landsmannschaft am Cobenzl forderten Sie, "in unseren Bünden für eine Veredelung des Menschen einzutreten. Wir müssen, wenn unser Volk eine Zukunft haben möchte, uns wieder zur Mehrkindfamilie bekennen", sagten Sie. Klingt seltsam.

Ewald Stadler: Es ist ein


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