"Weis soll bleiben"

ORF. "Betrifft"- und "Pressestunde"-Chef Johannes Fischer über Peter Westenthalers Interventionen und Peter Pilz' Tagträume, warum "Betrifft" gescheitert ist und was bei ihm am Häusl hängt.

Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | Medien | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Für Johannes Fischer war das vergangene Polit-Diskussions-Jahr ziemlich turbulent. Vor einem Jahr gab er die Leitung von "ZiB 2" und "ZiB 3" ab, seitdem ist Fischer für "Betrifft" und die "Pressestunde" verantwortlich. Seine sonntäglichen Abenddiskussionen wurden heftig kritisiert: Zuerst, weil live lange Faxe von Regierungspolitikern verlesen wurden, später war die Einladungspolitik vielen zu ministerfreundlich. Als negativer Höhepunkt schwebte der Kopf Peter Westenthalers auf einem Bildschirm über den Diskutanten. Der FPÖ-Klubobmann beschimpfte die halbe Runde, die zur Spitzelaffäre talkte, wüst. "Oberster Sowjet", kommentierte damals die Presse, "Realsozialismus" der Falter. Im Herbst werde er dennoch wieder als Moderator am Bildschirm zu sehen sein, sagt Fischer, "mindestens bis Anfang 2002", dann jedoch tritt das neue ORF-Gesetz in Kraft: "Was dann ist, weiß ich nicht", sagt er, "nur eines ist sicher: Als weißer Elefant gehe ich sicher nicht spazieren."

Falter: Herr Fischer,

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